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FDM Faszien Distorsions Modell nach Stephan Typaldos

FDM Faszien Distorsions Modell nach Stephan Typaldos

Stephan Typaldos (1957 – 2006) Osteopath und Notfallmediziner entwickelte mit den osteopathischen Prinzipien die Faszientherapie.

Das Wort Faszien beginnt schon mit dem Gründer der Osteopathie Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) und beschreibt es als das Jagdrevier der Gesundheit.

In 2004 fand der erste Faszienkongress in Vancouver statt. Mit den Studien von Robert Schleip erhielt die Faszie eine wissenschaftliche Bedeutung. Der ganze Körper ist eine Faszie und alles ist miteinander verbunden. Es wurden viele Schmerzrezeptoren gefunden die im therapeutischen Raum großen Einzug fanden.

Sie zählen als Ursache vieler Schmerzsyndrome und wurden konkreter für den Behandelten.

Der Osteopath hört aus der Anamnese heraus wie der Unfallhergang war und vor allem die Gestik die der Patient zeigt lässt eine Aussage der Störung zu. Durch die Palpation wird diese bestätigt und korrigiert.

Im Faszien Distorsions Modell wird zwischen 6 Störungen unterschieden:

Triggerband TB
Hier handelt es sich um eine bandhafte Struktur mit brennenden und Ziehenden Schmerzen. Die Fasern laufen normal parallel und sind für den Wassertransport zuständig. Durch ein Trauma können sich die Fasern überkreuzen und stören somit den Fluss. Der Patient zeigt eine linienhafte Schmerzgeste im gestörten Abflussgebiet.

Continuumdistorsion CD
Diese treten am Übergang von Knochen – Sehne/Bänderapparat auf. Durch einen abrupten Druck oder Zug Mechanismus kommt es an dieser Einmündung zu einem punktuellen Ansatzschmerz. Dieser ist der schmerzhafteste von allem und funktioniert nach dem Alles oder Nichts Prinzip.

Hernierter Triggerpunkt HTP
Das ist Gewebe aus tieferen Schichten, das durch physiologische Öffnungen in höhere Schichten durchdringt nach größeren Belastungen. Durch Anspannung der höhergelegenen Muskeln wird dieses ohne hin schon schlechter versorgte Gewebe komprimiert. Das führt zu dumpfen andauernden Schmerzen in diesem Bereich.

Zylinderdistorsionen CylD
Diese entstehen aus auffallend unerklärlicher Bagatellverletzung mit heftigen Schmerzempfinden tief im Gewebe. Die Fasern verlaufen hier nicht längs, sondern zylinderförmig und können überlappen. Dies führt zu starken neurologisch ähnlichen Schmerzen die vom Patienten mit Streich -und Knetbewegungen gedeutet werden.

Faltdistorsionen FD
Durch Zug oder Druck Kräfte mit einer Kombination kommt es zu einer Ein – oder Entfaltung im Bereich vom Gelenk, Septen und Membranen. Es kann zu jahrelangen Schmerzen führen mit Instabilitätsgefühl im Gelenk. Der Patient hält das Gelenk fest.

Tektonische Fixation
Hier hat der Patient keine Schmerzen, dafür ein steifes Gelenk. Es ist in allen Richtungen eingeschränkt.

Anwendungsgebiete:

  1. tiefe Muskelverspannung
  2. Kopfschmerzen
  3. Ansatzschmerzen z.B. Tennisarm, Golferarm, Adduktorenansatz…
  4. Hexenschuss
  5. Verstauchung und Verrenkung der Gelenke
  6. Muskelzerrung z.B. Adduktorenzerrung, Quadrizepszerrung….
  7. Impingmentsyndrome
  8. Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme

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